Berliner Sportfotografen aufgepasst – Urban Volley Tour 2014

Urban Volley Court 2014

Momentan ist eine Menge los auf den Berliner Straßen. Heute gehen beim Festival of Lights für dieses Jahr entgültig die Lichter aus. Wer von euch nochmal in Erinnerungen schwelgen möchte, dem sei mein Erfahrungsbericht mit vielen Bildern nahe gelegt. Die Lichtgrenze (am Wochenende des 9.11.14) steht übrigens schon als Wachablösung in den Startlöchern.

Für alle unter euch, die sich nicht so sehr für Architektur, Langzeitbelichtungen und Lichtspiele interessieren, habe ich noch etwas ganz anderes parat. Insbesondere Freunde der Sportfotografie sollten unbedingt weiterlesen.

Wie ihr vielleicht schon selbst aus Erfahrung wisst, ist es gar nicht so einfach, schnelle Sportaction vernünftig per Foto festzuhalten. Gerade die Indoorsportarten machen es den Fotografen durch schlecht beleuchtete Hallen sehr schwer.

Volleyball ist so eine schwierige Sportart. Hier in Deutschland ist Volleyball bei weitem nicht so populär wie Basketball, Handball oder Eishockey. Aus diesem Grund wird – abgesehen von einigen wenigen Ausnahmen – nicht gerade in den besten Hallen gespielt.

Für den Fotografen ist die schummrige Beleuchtung eine absolute Herausforderung. Besonders wenn man keine Akkreditierung zum Fotografen hat und sich als normaler Zuschauer mit der Tribüne zufrieden geben muss, gilt es den richtigen Kompromiss für diese schwierige Lichtsituation zu finden. Apropos Kompromiss: Der Blitz ist, wie in fast allen Sportarten, beim Spiel selbst absolut tabu. Der Blitz ist wirklich störend für die Spieler, nicht nur beim Volleyball.

Nun bietet Berlin für alle, die Volleyball einmal nicht in der Halle fotografieren wollen, die Möglichkeit das ganze Spektakel im Freien zu erleben.

Seid dem Wochenende bis zum Donnerstag, dem 23.10.14, wird es eine von den Berlin Recycling Volleys ins Leben gerufene Aktion geben, die sich „Urban Volley Tour 2014/2015“ nennt. Mitten auf dem Alexanderplatz ist dafür der sogenannte Urban Volley Court aufgebaut. Hier kann man täglich zwischen 11 und 18 Uhr u.a. Jugendvereinen und anderen Volleyballern beim Pritschen und Baggern zuschauen. Natürlich könnt ihr auch selbst zum Ball greifen.

Das Event endet dann am 23.10.14 mit der Mannschaftspräsentation des amtierenden Deutschen Meisters im Volleyball – den BR Volleys.

Also schnappt euch eure Kameras und dann ab auf den Alexanderplatz. Bei so guten Lichtverhältnissen bekommt ihr sonst nur Beachvolleyball geboten. Ihr kommt wirklich nah ran ans Geschehen, das lange Teleobjektiv kann also Zuhause bleiben.

Nutzt für eure Fotos am besten eine Fokusfalle und das geht so: Stellt den Autofokus ab und fokussiert manuell auf die Netzkante (hier findet die Action statt). Dann müsst ihr nur noch geduldig warten, bis die Spieler an diesem Punkt hochspringen und der Ball kommt. Abdrücken und das Ergebnis gleich am Display kontrollieren. Ein bisschen Übung gehört dazu, seid also nicht allzu frustriert, wenn es bei den ersten Malen nicht gleich klappen will.

Wenn ihr doch auf euren Autofokus vertrauen wollt, prüft unbedingt vor Ort den Schärfepunkt der Bilder. Um den Court ist ein Netz gespannt und die Maschen des Netzes ziehen den Autofokus fast magisch an. So passiert es schnell, dass die Maschen an den Außenseiten zwar scharf, die Spieler aber unscharf abgebildet werden.

Vom Fokus abgesehen, ist auch eine kurze Verschlusszeit angesagt.

Noch mehr Informationen zum Event bekommt ihr übrigens auf der offiziellen Homepage der Veranstaltung: urban-volley.de.

Wie sind eure fotografischen Erfahrungen mit Volleyball? Habt ihr euch schon mal daran versucht? Oder wollt ihr die Urban Volley Tour vielleicht sogar für eure ersten Gehversuche in diesem Bereich der Sportfotografie nutzen? Wie immer würde es mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen in den Kommentaren mitteilt.

In diesem Sinne, allzeit gut Licht.

Hinterlasse einen Kommentar.

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.