The next big thing…

Heute geht es um nicht weniger als um das nächste große Ding, zumindest was die Fotografie angeht.

Einige Revolutionen haben wir in diesem Bereich schon miterlebt: Kameras haben einen Autofokus bekommen, der Film ist dem Sensor gewichen und schließlich ist sogar der heiß geliebte Spiegel aus den Spiegelreflexkameras Systemkameras verschwunden.

Das sogar ein Vollformatsensor in eine spiegellose Systemkamera hinein passt, hat unlängst Sony mit der A7-Reihe unter Beweis gestellt.


Abseits der großen Revolutionen gab es auch viele kleine mehr oder minder sinnvolle Neuerungen. GPS war eine zeitlang der letzte Schrei in neuen Kameras, hat sich aber mittlerweile fast schon überlebt und wurde mehrheitlich durch den neusten Trend NFC ersetzt. Gerne schaue ich auch auf die Entwicklung des liveviews zurück, am liebsten in Verbindung mit einem klapp- und schwenkbaren Display.

Was uns aber nun bevorsteht, könnte – soweit sich erste Spekulationen bewahrheiten – nicht nur die Kameragehäuse, sondern vor allem die Objektive in Größe und Gewicht schrumpfen lassen.

Ich rede von nichts Geringerem als gebogenen Sensoren, den sogenannten curved sensors. Bei Fernsehern momentan ganz groß im Kommen, könnte die gebogene Form auch in den Kameras Einzug halten. Gerüchte besagen, dass Sony zur Photokina solche gebogenen Sensoren vorstellen wird. Dies berichtet unter anderem sonyalpharumors.com.

Die Photokina, eine der größten Fotomessen der Welt, findet vom 16.09.14 bis zum 21.09.14 in Köln statt. Wer von euch an diesen Tagen noch nichts vorhat, sollte dort vorbei schauen. Es könnte sich lohnen.

Als Erstes will Sony einen solchen Sensor in einer Art kleinen Selfiekamera und möglicherweise auch im neuen Z3 verbauen. Gerüchten zufolge tüftelt Sony aber auch an einem gebogenen Vollformatsensor.

Was bringen solche Sensoren überhaupt für Vorteile?

Nun, diese Art von Sensoren soll deutlich lichtempfindlicher sein. Man munkelt über 1,4-fach im Zentrum und doppelt so empfindlich an den Rändern.

Außerdem könnten damit Objektive viel einfacher konstruiert werden. Es werden weniger Linsen verbaut, die letztlich dem Licht im Wege stehen würden. So können enorme Lichtstärken oder deutlich kompaktere Bauweisen realisiert werden. Das Z3 soll beispielsweise mit einem 20mm-Objektiv (auf Kleinbild gerechnet) und einer Lichtstärke von 1.2 (!!!) daher kommen – bisher für Smartphones undenkbar.

Gibt es auch Nachteile?

Ja, jede Medaille hat zwei Seiten – so auch diese. So groß die Möglichkeiten der neuen Sensoren zu sein scheinen, wir müssen wohl vorerst auch mit zwei gravierenden Nachteilen leben. Einerseits bedeuten völlig neu konstruierte Objektive wahrscheinlich auch einen neuen Bajonettanschluss und damit das Aus für alle bisherigen Objektive.

Andererseits scheint es bisher nur möglich zu sein, ausschließlich Festbrennweiten für diese Art von Sensoren zu konstruieren. Die Sensoren funktionieren nicht mit Zoomobjektiven.

Wie schwer diese Nachteile im Vergleich zu den Vorteilen wiegen, wird jeder für sich selbst beantworten müssen. Für mich überwiegen die Vorteile: kleine, günstige und sehr lichtstarke Optiken sind einfach viel zu reizvoll. Außerdem fotografiere ich schon jetzt sehr gerne mit Festbrennweiten, so dass das für mich keine große Umstellung bedeuten dürfte.

 

Aber erstmal schauen wir gebannt zur Photokina nach Köln. Bis dahin könnt ihr natürlich gerne in den Kommentaren mitspekulieren, ob der curved sensor tatsächlich das nächste große Ding werden könnte.

Was denkt ihr, wird sich dadurch unsere Art zu fotografieren verändern?

In diesem Sinne, allzeit gut Licht.

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